Lymphome

Jede Körperzelle kann aufgrund bestimmter Veränderungen des Erbgutes entarten und durch ein unkontrolliertes Wachstum Tumore (Geschwulste, Gewebe-wucherungen) bilden. Tumore des lymphatischen Systems werden als Lymphome bezeichnet, was darauf hindeutet, dass diese Erkrankungen von den lymphatischen Organen wie Lymphknoten und Milz oder den lymphatischen Zellen (T- und B-Zellen) ausgehen. Die Bezeichnung Lymphom sagt noch nichts über die Schwere oder Bedrohlichkeit der Erkrankung aus - genauso wie der Begriff "Tumor" zunächst nur auf eine Schwellung hinweist. Erst durch den Zusatz "maligne" (bösartig) oder "benigne" (gutartig) wird die Krankheit genauer beschrieben und eine ungefähre Aussage über die Gefährlichkeit der Erkrankung und die verschiedenen Verfahren der Behandlung möglich und sinnvoll. Bei Patienten mit malignen Lymphomen vermehren sich bösartige Lymphzellen auf unkontrollierte Art und Weise.

Innerhalb der malignen Lymphome gibt es zwei große Gruppen, denen sich alle Erkrankungsformen zuordnen lassen: Die Hodgkin-Lymphome = HL (auch Morbus Hodgkin oder Lymphogranulomatose genannt) und die Non-Hodgkin-Lymphome = NHL. Durch feingewebliche Untersuchungen (Histologie) von Lymphknoten und Lymphgewebe lassen sich die verschiedenen Krankheitsbilder aus dem Kreis der malignen Lymphome identifizieren und je einer der beiden Gruppen zuordnen.

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